Unser Urlaub im Stubaital

Dieser Text und die Bilder sind zusammen mit meiner Tochter nach unserem ersten Wanderurlaub entstanden. Vieleicht bekommt der ein oder andere Leser, der darüber stolpert einen Eindruck vom schönen Stubaital. Ich habe den Text aus Sicht meiner Tochter geschrieben. Viel Spaß

Tag 1

Nach knapp 10 Stunden sind wir in Neustift angekommen. Die meiste Zeit der Fahrt habe ich geschlafen, aber unterwegs war eh nichts los.

Wir waren zusammen einkaufen und Papa war mit mir nach Spielplätzen fragen. Anschließend war Papa noch oft mit dem Auto unterwegs um Dinge einzukaufen, die er vergessen hatte.

Unsere Wohnung ist übrigens sehr schön und wir haben einen großen Wasserfall direkt nebenan. 

Der Mischbachfall in Gateig, Neustift
 


Tag 2

Es war ein sonniger und warmer Tag. Mama tat ihr Knie noch immer weh und sie konnte kaum kauen. Trotzdem ist Papa mit mir und Mama mit der Seilbahn zum Kreuzjoch hochgefahren. Mama und ich hatten beide in der Kabine etwas Angst.

Oben sind Papa und ich bis zum Gipfel gegangen und dann mit Mama auch zu einer Aussichtsplattform. Aber das war Mama wohl zu hoch. Sie hatte wohl etwas Angst um mich. Ich fand das Klettern cool und bin wie eine Bergziege über die schmalen Wege gelaufen. Allerdings hat Papa dann immer geschimpft und ich musste langsamer gehen.

Auf dem Kreuzjoch bei Fulpmes

Mamas Knie ging es wohl etwas besser, und wir sind langsam den Weg runter bis zur Schlickeralm gewandert. Unterwegs habe ich viele geschnitzte Holztiere gesehen und Papa hat mich mit Brötchen bestochen, wobei ich eigentlich eine Suppe wollte.

Nachher war ich noch in einem Bergsee planschen. Zum Schwimmen war es mir zu kalt, aber ich habe mit drei anderen Mädchen hier im Wasser gespielt. Bis zur Seilbahn war es dann noch recht weit und wir sind um 16:30 herunter gefahren. Ich war jetzt viel mutiger. Ach ja und Papa hatte ganz dollen Muskelkater, dass er nicht mehr laufen wollte. Wir sind knapp 4 Stunden unterwegs gewesen. 

Abends gab es Nudeln mit Linsen. Mamas Zähnen geht es auch wieder etwas besser. Und heute darf ich mit Mama im Bett schlafen. 

Meine Kuscheltiere im Bett

Tag 3

Wir sind am Vormittag auf einen tollen Spielplatz gefahren, obwohl ich erst gar keine Lust hatte und Mama und Papa mir lange gut zureden mussten. Auf dem Spielplatz konnte ich klettern und es gab ein Floß, auf dem erst Papa und ich und dann ich alleine gefahren sind. Nachmittags hatte ich dann meinen Büchertag und wir mussten noch einmal einkaufen. 

Ich kann schon alleine auf dem Floß fahren!

Mama und Papa wollten dann später noch mal zu einem Wasserfall, aber ich hatte keine Lust und dann ist erst Mama gegangen und danach Papa, als sie wieder da war. Abends haben Papa und ich noch gekuschelt. Mama ist nämlich vor mir eingeschlafen. 

Tag 4

Bei Mieders gab es einen coolen Wasserspielplatz. Aber das Wetter war Mist.

Mama hatte heute wegen ihrem Unfall einen großen Muskelkater, sodass Papa und ich einen Papa und Hannah Tag gemacht haben. Wir wollten auf eine Sommerrodelbahn, aber das Wetter war zu schlecht. Daher habe ich oben auf dem Wasserspielplatz der Serlesbahn gespielt und dann sind wir mit einer Bummelbahn zu einem Kloster gefahren. Es hat echt viel geregnet, aber im Zug war es trocken. Ich muss sagen, da hatte ich eine gute Idee, den Zug zu nehmen. Im Kloster gab es dann warme Fritatensuppe. Danach sind Papa und ich dann zurück gewandert. Unterwegs habe ich Merle und ihre Eltern kennengelernt. Sie ist auch 5 Jahre alt und kommt aus Schwerin.

Meine neue Freundin und ich beim Wandern und quatschen.

Am Nachmittag war ich mit Mama und Papa im Schwimmbad, aber ich muss sagen, dass unser NASS schöner ist als das Stubay. 

Jetzt sitze ich gerade mit Mama und Papa beim Fernsehgucken. Mama kann seit heute wieder richtig essen. Das finde ich schön. 

Tag 5

Donnerstags war schlechtes Wetter. Also sind wir nach Innsbruck gefahren. Wir sind auf dem Hinweg mit einem Zug gefahren und mussten lange warten bis es endlich los ging. Ich fand die Zugfahrt cool, aber Mama und Papa weniger. Mama hat in Innsbruck ein paar Dinge gekauft. Ich durfte mir ein Stofftier aussuchen - ein Pferdchen, dass ich Flecki taufte. Nach dem Mittagessen - einem veganem Burger - sind wir noch in den Zoo gegangen, aber mir war es etwas zu nass. Ein paar Tiere, wie die Kühe und die Frösche waren schon toll, aber eigentlich wollte ich wieder in unsere Wohnung. Zurück ging es dann mit dem Bus - das war schneller. Hier bin ich ruckzuck eingeschlafen. 

Frösche aus dem Alpenzoo in Innsbruck

Auf dem Weg zum Auto haben wir eine Frau auf einem Pferd getroffen. Sie hat Flecki gesehen und ich sagte, dass ich Pferde sehr mag. Daraufhin durfte ich auf Ihrem Pferd ein paar Meter reiten. Ich war ja so stolz.

Tag 6

Wir haben auf dem Gletscher eine Eishöhle besucht!
Heute war ein sehr ergeinisreicher Tag. Wir sind auf den Gletscher gefahren und haben uns eine Eishöhle angesehen. Es war ganz schön steil, um dorthin zu kommen und mir war kalt. Daher war ich ein bisschen bockig und wollte keine Fotos mehr machen - außer nachher auf dem Eisthron. Mama und ich haben darauf gesessen. Ich kam mir vor wie eine Königin :). 

Auf dem Eisthron


Auf dem Gletscher war es nur 0°C und sehr steil und felsig.

Mama und ich waren beide sehr mutig. Ich habe sogar nach unten geschaut, und Mama ist mitgefahren, obwohl sie vor dem Schaukeln Angst hatte. Ich habe dort auch ein Schaf streicheln können. Später wollten Mama und Papa noch wandern. Das war doof. Ich bin dann doch mitgegangen, wobei der Wasserfall sehr schön war. Mama und ich lagen in der Sonne, und Papa wollte am Wasserfall hochwandern. 


Der Weg sah ganz schön auf dem Video aus, aber das Sonnen war schöner. Ich habe später noch Nasenbluten bekommen. Mama meinte, das käme weil ich so aufgeregt gewesen bin. Wir haben unterwegs unglaublich viele Steinmandels gesehen. Die hat man früher gebaut, damit Wanderer nicht vom Weg abgekommen sind und heute sollen sie Glück bringen. Insgesamt war das Wandern am Fluss dann doch ganz gut und Papa und ich haben viel gespielt. Nachher sind wir noch bis Mieders gefahren und konnten noch die Sommerrodelbahn fahren. Papa war voll schnell und ich hatte viel Spaß. Leider war vor uns eine Frau die etwas Angst hatte, sodass wir immer mal wieder bremsen mussten. 

Abends habe ich mich dann verkleidet, während Papa und Mama aufgeräumt haben. Schade dass der Urlaub schon vorbei ist, aber ich freue mich sehr auf Oma, Opa, Mia und dass ich bald ein Maxikind bin.

Viel Spaß bei eurem Urlaub im Stubaital,
Eure Hannah

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